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Geschäftsentwicklung verhalten

Presse Info
Die Saint-Gobain Oberland AG hat aufgrund der Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise Anfang des Jahres 2010 sowie den daraus resultierenden Überkapazitäten am Behälterglasmarkt ihre Absatz- und Umsatzziele nicht in vollem Umfang erreichen können. Der Hersteller für Glasverpackungen, der seit April 2010 unter der Marke Verallia auftritt, verzeichnet trotz wesentlich erschwertem Marktumfeld dennoch eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Der Konzernumsatz verringerte sich um 6,5 Prozent auf 489,2 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 26,8 Mio. Euro, nach 44,9 Mio. Euro im Vorjahr. Dies geht aus dem Jahresabschluss hervor. Der vollständige Geschäftsbericht der Gesellschaft wird am 28. März 2011 veröffentlicht.

Die schwache Konjunktur des Vorjahres wirkte sich nun im Berichtsjahr zeitverzögert auf die Nachfrage von Glasverpackungen aus. Die Saint-Gobain Oberland AG hielt trotz aggressiver Preisangebote der Wettbewerber an ihrer bisherigen Preispolitik fest, um auch weiterhin Erträge und somit langfristig die Substanz zu sichern. Dabei gerieten einzelne Produktsegmente unter Druck. Dies betraf Saint-Gobain Oberland vor allem im Bereich Flaschen. Der Bereich Wein blieb zwar stabil, hier litt jedoch speziell der Absatz an Bierflaschen vor allem unter der Witterung im Sommer. Zusätzlich waren die Investitionen in Mehrwegflaschen seitens der Brauereien verhalten. Im Bereich Gläser kam es ebenfalls wetterbedingt zu verminderten Ernteerträgen, dadurch wurde insbesondere der Absatz von Konservengläsern beeinflusst.

Die Behälterglaswerke von Saint-Gobain Oberland in Russland und in der Ukraine waren generell von den dort weiterhin schwierigen Marktverhältnissen ebenfalls betroffen. Die von der russischen Regierung eingeführte Anti-Alkohol Kampagne hatte in 2010 wesentlichen Einfluss auf die Situation am Alkoholmarkt. Die im Rahmen dieser Kampagne verordneten Mindestpreise bei Spirituosen verursachten einen deutlichen Nachfragerückgang. Der sehr heiße Sommer in Russland wirkte sich einerseits positiv auf den Absatz von Bier und Softgetränken aus, andererseits hatte das heiße Wetter gleichzeitig Folgen für die Gemüseernte. Die schlechte Ernte äußerte sich für die Behälterglasindustrie in einer sinkenden Nachfrage.

In Osteuropa konnten die Ziele bei Absatz und Umsatz daher ebenfalls nicht vollständig realisiert werden. Jedoch konnte durch die Durchsetzung von Preiserhöhungen in der Ukraine innerhalb der letzten 6 Monate des Berichtsjahres eine Verbesserung im Jahresverlauf erreicht werden. Der Umsatz erhöhte sich hier im Vorjahresvergleich um 1,5% auf 37,7 Mio. Euro. In Russland hingegen verringerte er sich von 86,3 Mio. Euro um 7,0% auf 80,3 Mio. EUR.
 
Die Situation auf dem inländischen Recyclingglasmarkt hat sich angesichts der Mengen entspannt, allerdings ist die Qualität unverändert schlecht, was den Einsatzmengen dieses ökologisch so sinnvollen – und für die Herstellung von Verpackungsglas wichtigsten – Rohstoffes seine Grenzen aufzeigt. Dennoch konnte die Einsatzquote bei Saint-Gobain Oberland im Berichtsjahr um ca. 5,2% gesteigert werden.
 
Kontinuierliche Anlagenoptimierung insbesondere bei großen Wannenreparaturen ermöglichte es Saint-Gobain Oberland, stetig effizienter und energiesparender zu produzieren. Zusammen mit einer konsequenten Qualitätsausrichtung sieht sich das Unternehmen auch für die Zukunft den hohen Anforderungen der Kunden an Produktqualität gewachsen.
 
Auch in der AG war der Umsatz rückläufig. Nach 389,3 Mio. Euro im Vorjahr verringert er sich im Berichtsjahr auf 348,3 Mio. Euro. Das ist ein Rückgang um 10,5%. Die Gründe hierfür liegen sowohl in der Veränderung der Absatzmengen als auch in einem leicht gesunkenen Preisniveau.

Der Jahresüberschuss der AG verringerte sich – wie bereits berichtet aufgrund der Korrektur der Beteiligungsbewertung der ukrainischen Tochtergesellschaft – von 24,3 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro. Hiervon sollen 12,00 Euro je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden. Dies werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung in Bad Wurzach-Ziegelbach am 19. Mai 2011 vorschlagen.

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