Positive Trends bei Verallia Deutschland

Hauptversammlung zum Rumpfgeschäftsjahr März bis Dezember 2016 / Ergebnis im Plan

Der Behälterglasmarkt entwickelt sich günstig, Umsatz und Ergebnis sind im Plan, in Osteuropa gibt es Erholungszeichen: Hugues Denissel, Vorstandsvorsitzender von Verallia Deutschland, hat auf der Hauptversammlung in Bad Wurzach-Ziegelbach am Dienstag, 16. Mai 2017, eine überwiegend positive Bilanz gezogen. In seinem Bericht über das Rumpfgeschäftsjahr März bis Dezember 2016 machte er aber auch auf die herausfordernde Wettbewerbssituation aufmerksam.

Vor den Aktionären und Aktionärsvertretern gab Denissel in seinem ersten Lagebericht als Vorstandsvorsitzender einen Überblick über die Geschäftszahlen im Berichtsjahr: Der Konzernumsatz lag von März bis Dezember 2016 bei 421,1 Millionen Euro. Das Segment Deutschland trug hierzu 324,4 Millionen Euro bei. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 29,9 Millionen Euro. Vergleiche mit dem vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr  Januar bis Februar 2016 bezeichnete der Vorstandsvorsitzende als wenig aussagekräftig. In einem Kalenderjahresvergleich zwischen 2015 und 2016 zeige sich ein leicht gesunkener Gesamtumsatz, bei deutlich gestiegenem Ergebnis.  

Wegen des im April 2016 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wurde den Aktionären für den Berichtszeitraum eine anteilige Ausgleichszahlung in Höhe von 14,26 Euro je Aktie – zahlbar von der Horizon Holdings Germany GmbH – zugesprochen. An die Horizon Holdings Germany GmbH wurden vertragsgemäß  das handelsrechtliche Ergebnis in Höhe von 44,3 Millionen Euro abgeführt.

Verallia Deutschland kehrt nach zwei Rumpfgeschäftsjahren nun wieder zum Rhythmus des Kalenderjahrs zurück. Nach den Worten von Hugues Denissel erwartet das Unternehmen für das laufende Jahr dank günstiger Konjunkturdaten ein moderates Wachstum. Auch für die Märkte in Osteuropa sieht Denissel Chancen für eine Erholung.

Positiv wirkt sich laut Denissel auf dem Behälterglasmarkt aus, dass im Bereich alkoholfreier Getränke eine „Wiederentdeckung der Glasflasche“ vor allem für Premiumprodukte zu beobachten sei. Im Bierbereich ist es der Trend zum handwerklich gebrauten Bier mit besonderen Sorten, der für Nachfrage auch bei originellen Verpackungen sorgt. Herausfordernd ist die Lage für Glas- und Flaschenproduzenten vor allem durch den „intensiven Wettbewerbsdruck“ in der Branche. Der Rückgang der Energiepreise in den vergangenen Monaten habe sich zwar vorübergehend positiv auf die Kostensituation ausgewirkt. Das werde sich jedoch so nicht wiederholen.

Auf der in diesem Jahr von Gudrun Moll geleiteten Hauptversammlung wurden erwartungsgemäß Aufsichtsrat und Vorstand mit großer Mehrheit entlastet. Weitere wesentliche Beschlüsse standen diesmal nicht auf der Tagesordnung.