Umsatz und Ergebnis auf Plan - Zwischenbericht der Verallia Deutschland AG zum 31.08.2016

Die Verallia Deutschland AG, vormals Saint-Gobain Oberland AG, firmiert seit August 2016 unter dem neuen Unternehmensnamen. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten sechs Monaten seines aktuellen Geschäftsjahres* einen Konzernumsatz von 256,5 Mio. Euro und liegt damit 5,7 Prozent über dem Umsatz des ersten Halbjahres 2015. Der Umsatz in Deutschland stieg um 3,8 Prozent auf 201,3 Mio. Euro. Die Marktverhältnisse in Osteuropa sind nach wie vor herausfordernd. Während der Umsatz in Russland um 22,1 Prozent auf 40,3 Mio. Euro stieg, ging er in der Ukraine um 6,9 Prozent auf 14,8 Mio. Euro zurück. In beiden Ländern wirkte sich der Wechselkurs negativ auf die Entwicklung aus.

Sämtliche wichtigen, aktiv beeinflussbaren Ergebnis- und Ertragskennzahlen liegen über Vorjahresniveau, zum Teil sogar deutlich. Dies ist in einigen Bereichen auf die positiven saisonalen Effekte aus den Sommermonaten des aktuellen Berichtszeitraums zurückzuführen. Besonders erfreulich ist, dass alle geographischen Segmente einen positiven Ergebnisbeitrag leisten. 

Die Absatzzahlen des Behälterglasmarktes in Deutschland bleiben mit einem Plus von 0,2 Prozentpunkten weitestgehend stabil. Lediglich bei dem Vergleich der Absätze zwischen Inland und Export haben sich die Vorzeichen verändert; der Entwicklungstrend im Inland ist nun leicht positiv und kompensiert damit einen rückläufigen Absatz im Export. Es kann also von einem insgesamt stabilen Behälterglasmarkt ausgegangen werden, auch wenn dieser in den einzelnen Segmenten weiterhin stark durch saisonale Schwankungen und Verbrauchertrends beeinflusst wird. Im Gegensatz zur insgesamt positiven Entwicklung besteht nach wie vor ein weiter zunehmendes Wettbewerbsverhalten, das sich durch einen steigenden Preisdruck auszeichnet.

Russlands Wirtschaft ist immer noch angespannt. Das russische Bruttoinlandsprodukt ist nach wie vor durch wirtschaftliche Sanktionen und strukturelle Probleme beeinträchtigt und wird für das Gesamtjahr voraussichtlich einen leichten Rückgang verzeichnen. Die Inflationsrate ist im Vergleich zum vorhergegangenen Jahr gesunken und betrug im Juli 2016 ca. 7%. Der russische Behälterglasmarkt ist derzeit weiterhin durch Überkapazitäten geprägt.

Die ukrainische Wirtschaft zeigt seit Beginn 2016 eine langsame Erholung und das Bruttoinlandsprodukt stieg im 2. Quartal 2016 um rund 1,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Inflationsrate erreichte im August einen Wert von ca. 8%. Eine Erhöhung der Verbrauchsteuer auf Alkohol und des Mindestverkaufspreises von Wodka sowie neue, einschränkende Regelungen für die Biervermarktung führten zu Einbußen auf dem ukrainischen Behälterglasmarkt und werden auch in den nächsten Monaten einen Rückgang in diesen Segmenten erkennen lassen.

Das Operative Ergebnis des Verallia Deutschland Konzerns beträgt 31,2 Mio. Euro und ist damit um 15,7 Mio. Euro höher als in der Vergleichsperiode. Hauptgrund hierfür sind verhältnismäßig geringe Umsatzkosten infolge niedrigerer Energiekosten.

Insgesamt ergibt sich eine Steigerung des Ergebnisses vor Steuern von 10,6 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2015 auf 25,3 Mio. Euro zum 31. August 2016. In der Folge stiegen die Ertragsteuern von -3,5 Mio. Euro auf -6,5 Mio. Euro.

Unter dem Strich ist damit ein Konzernergebnis in Höhe von 18,8 Mio. Euro im Vergleich zu 7,1 Mio. Euro in der Vergleichsperiode zu verzeichnen.

Die Verallia Deutschland AG hat ihre Ausrichtung auf nachhaltige Ertragssicherung und qualitativ hochwertige Produkte auch in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres aufrechterhalten und sieht sich in der Fokussierung auf Innovation, Service und Qualität insgesamt bestä­tigt.

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2016/17 wird in Anlehnung an den Prognosebericht vom 29. Februar 2016 ein Umsatz annähernd auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2015 erwartet und das operative Ergebnis wird zwischen 25 und 50 Mio. Euro liegen, im Rahmen dieses Intervalls allerdings deutlich über dem Niveau von 2015.

Einschränkend hierzu ist die weitere Entwicklung der politischen Situation in der Ukraine und Russland derzeit noch nicht absehbar. Entsprechend sind daraus resultierende negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betroffenen Konzernunternehmen nicht auszuschließen.

 

* Aufgrund der Verschiebung des Geschäftsjahres und dem dadurch entstandenen Rumpfgeschäftsjahr Januar-Februar 2016 besteht für den aktuellen Berichtszeitraum keinen Abschluss für eine eindeutig identische Vergleichsperiode. Sämtliche zeitraumbezogene Kennzahlen des aktuellen Berichtszeitraums (01. März – 31. August 2016) werden deshalb mit dem ersten Halbjahr des letzten zwölfmonatigen Geschäftsjahres (01. Januar – 30. Juni 2015) verglichen. Hierbei ergeben sich aufgrund der leicht abweichenden Saisonalität partielle Einschränkungen in der Vergleichbarkeit.