Verallia Deutschland AG mit positiven Erwartungen

Hauptversammlung zum Rumpfgeschäftsjahr Januar – Februar 2016

Der Vorstand der Verallia Deutschland AG, vormals Saint-Gobain Oberland AG, hat die Zahlen für das Rumpfgeschäftsjahr Januar – Februar 2016 vorgelegt. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch, 12. Oktober 2016, in Bad Wurzach-Ziegelbach teilte Stefan Jaenecke als Vorsitzender zugleich mit, dass man fürs laufende Jahr mit einem deutlich besseren Ergebnis als 2015 rechne. Beschlossen wurde auch, zum ursprünglichen Jahresrhythmus zurückzukehren.

Die zweite Hauptversammlung von Verallia Deutschland in diesem Jahr war notwendig geworden, da der Behälterglashersteller auf ein entsprechendes Verlangen des Mehrheitsaktionärs Apollo den Beginn des Geschäftsjahrs von Januar auf März verlegt und somit ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt hatte. Hierüber war nun Rechenschaft abzulegen und der Vorstand sowie der Aufsichtsrat zu entlasten. Somit erstattete Stefan Jaenecke in seiner Rede Bericht über nur zwei Monate, die „in unserer durch Saisongeschäft geprägten Branche nicht typisch für den Geschäftsverlauf des Gesamtjahrs sind“. Umsatz und Ergebnis seien erwartungsgemäß verlaufen.

Eine Dividendenzahlung wurde aufgrund des bisherigen Verlustvortrags erneut ausgesetzt. Ausgleichszahlungen, wie sie nach dem im Juni zur Abstimmung gestellten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag fällig werden, sind für das Rumpfgeschäftsjahr noch nicht zu leisten. Jaenecke verwies außerdem darauf, dass dieser Vertrag aufgrund einer Anfechtungsklage noch nicht in Kraft getreten sei.

Zur aktuellen Lage sagte Stefan Jaenecke, dass der Behälterglasmarkt in Deutschland derzeit durch Überkapazitäten geprägt sei. Durch Qualität und Verlässlichkeit habe Verallia Deutschland sich aber behaupten können. Das Geschäft in Russland und in der Ukraine entwickle sich trotz der Schwäche der dortigen Währungen dennoch verhältnismäßig positiv.

Fürs laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand auf zwölf Monate gerechnet mit einem annähernd gleichen Umsatz wie 2015. Das Operative Ergebnis sollte sich zwischen 25 Mio. und 50 Mio. Euro bewegen.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden von den Aktionären mit großer Mehrheit entlastet. Bis zum 31. Dezember wird nun erneut ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, sodass Verallia Deutschland ab 2017 wieder zum gewohnten Jahresrhythmus zurückkehrt.