Zurück in der Gewinnzone – trotz niedrigerem Umsatz

 

In einem anhaltend volatilen Behälterglasmarkt verzeichnete die Saint-Gobain Oberland AG, die unter der Marke Verallia auftritt, im Geschäftsjahr 2015 zwar einen Umsatzrückgang, ist jedoch im Ergebnis wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Trotz einer unverändert schwierigen geopolitischen Lage in Russland und der Ukraine sowie der damit verbundenen anhaltenden äußerst herausfordernden Absatzsituation, entwickelten sich die dortigen Werke auf operativer Ebene positiv.

 

Der Konzernumsatz fiel zwar im Berichtsjahr um rund 7,4 Prozent auf 494,2 Mio. Euro; das Konzernergebnis nach Steuern, welches aus dem Jahresabschluss hervorgeht, stieg im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 15,8 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Ähnlich entwickelten sich Umsatz und Ergebnis der AG. Nach 394,2 Mio. Euro im Vorjahr fiel der Umsatz im Berichtsjahr auf 375,4 Mio. Euro. Das ist eine Verringerung von 4,8 Prozent. Trotz Preissenkungen konnte der mengenmäßige Absatz des Vorjahres nicht erreicht werden. Das Jahresergebnis der AG erhöhte sich allerdings von -57,7 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 13,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Hier mussten im Vergleich zum Vorjahr keine Wertberichtigungen auf die Beteiligungen an den osteuropäischen Tochtergesellschaften vorgenommen werden. Aufgrund des Verlustvortrags aus dem Vorjahr wird jedoch für 2015 keine Dividende ausbezahlt.

Bei weitgehend stagnierenden Verbraucherpreisen und der daraus resultierenden Stärkung der privaten Konsumausgaben konnte die deutsche Behälterglasbranche mit einem leichten Absatzplus von 0,4 Prozent positiv abschließen. Diesem Trend konnte die Saint-Gobain Oberland AG aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks nicht folgen.

 

In beiden Ostmärkten stellte sich die Situation 2015 weiterhin äußerst unsicher und daher sehr schwierig dar. In Russland fiel der Umsatz um 12,8 Prozent von 81,9 Mio. Euro auf 71,4 Mio. Euro. Den gesteigerten Preisen und Mengen wirkte der im Vergleich zum Vorjahr schwächere Rubel entgegen. Nach wie vor ist das Marktumfeld insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund als schwierig zu bezeichnen. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt. Auch in der Ukraine verringerte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich – beeinflusst durch die signifikante Abschwächung der Griwna – um 3,2 Prozent auf 37,0 Mio. Euro. Das Osteuropageschäft verzeichnete dennoch sowohl in Russland als auch in der Ukraine operativ Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die ukrainische Tochtergesellschaft, mit ihrem Standort im Westen des Landes – durch den sich ein Export in westliche Länder ermöglicht – lieferte im Berichtsjahr einen positiven Beitrag zur Gesamtprofitabilität.

 

Wie bereits angekündigt, wurde das technische Geschäft der GPS Glasproduktions Service GmbH im Rahmen eines Management-Buy-Outs zum 31. Dezember 2015 ausgegliedert.

 

Der vollständige Geschäftsbericht der Gesellschaft wird am 24. März 2016 veröffentlicht.