Ad hoc-Mitteilung: Wertberichtigungen osteuropäischer Beteiligungen beeinflussen Ergebnis deutlich

In einem insgesamt volatilen Markt für Behälterglas konnte die – unter der Marke Verallia auftretende – Saint-Gobain Oberland AG die eigene Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 in Deutschland stabil halten und dank des permanenten, erfolgreichen Kostenmanagements zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Die geopolitische Lage in Russland und der Ukraine sowie die damit verbundene weiterhin äußerst herausfordernde Absatzsituation beeinflusste die Ertragslage – wie bereits berichtet – entsprechend negativ. Der Konzernumsatz stieg zwar im Berichtsjahr um rund 2,5 Prozent auf 533,7 Mio. Euro;das Konzernergebnis nach Steuern, welches aus dem Jahresabschluss hervorgeht, lag jedoch bei -5,8 Mio. Euro nach 4,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Noch wesentlich deutlicher negativ beeinflusst wurde jedoch das Jahresergebnis der AG. Hier stieg der Umsatz zwar ebenfalls von 387,2 Mio. Euro im Vorjahr um 1,8 Prozent auf 394,2 Mio. Euro im Berichtsjahr.Gleichzeitig reduzierte sich jedoch das Jahresergebnis der AG – aufgrund der bereits angekündigten Wertberichtigungen i.H.v. 87,6 Mio. EUR auf die osteuropäischen Beteiligungen – von 12,4 Mio. Euro auf -57,5 Mio. Euro. Somit kann keine Dividende ausgeschüttet werden.

Die privaten Konsumausgaben sind in Deutschland im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht weiter gestiegen; der Markt für Glasverpackungen für Getränke- und Lebensmittel  konnte hingegen einen leichten Aufwärtstrend aufweisen. Auf dieser Basis konnten die Umsatzwerte des Vorjahres bei Oberland auch 2014 für das Deutschlandgeschäft erhöht werden.

In beiden Ostmärkten stellte sich die Situation 2014 weiterhin äußerst unsicher und daher sehr schwierig dar. Trotzdem stieg der Umsatz in Russland um 0,9 Prozent auf 81,9 Mio. Euro. In erster Linie ist dies auf um 19 Prozent höhere Absatzmengen zurückzuführen. Damit konnten sogar die deutlich negativen Währungseffekte als Folge des Rubel-Verfalls kompensiert werden. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt. In der Ukraine verringerte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 13,6 Prozent auf 38,2 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die signifikante Abschwächung des Griwna, denn die Absatzmenge liegt leicht über Vorjahr. Hierbei kommt dem Standort in der Ukraine die strategische Einbindung innerhalb des Unternehmens sowie die günstige Lage im Westen des Landes zugute, durch die sich der Export in westliche Länder positiv entwickelte. Obwohl das laufende Geschäft damit besser war als im Vorjahr, verschlechterte sich insgesamt der Beitrag der osteuropäischen Konzerngesellschaften zum operativen Konzernergebnis. Dies resultiert in erster Linie aus aufgrund der instabilen politischen und wirtschaftlichen Lage vorzunehmenden Wertberichtigungen auf die dortigen Vermögenswerte.

Der vollständige Geschäftsbericht der Gesellschaft wird am 26. März 2015 veröffentlicht.