Bei Umsatz, Absatz und Ergebnis im Plus

Auf „erfreuliche Verbesserungen“ hat der Vorstandsvorsitzende der Verallia Deutschland AG, Hugues Denissel, bei der diesjährigen Hauptversammlung hinweisen können. Umsatz, Absatz und Ergebnis sind deutlich im Plus, so Denissel in seinem Lagebericht am Mittwoch, 15. Mai 2019, in Bad Wurzach-Ziegelbach. Glas sei als Verpackungswerkstoff wieder im Trend.

Den Konzernumsatz von 504,2 Mio. Euro auf 522,8 Mio. gesteigert, das Konzernergebnis nach Steuern von 24,7 Mio. Euro auf 37,6 Mio. Euro erhöht, zugleich 34,5 Mio. Euro in die Modernisierung der Anlagen investiert – die Bilanz des Behälterglasherstellers wies eine Reihe von positiven Zahlen auf. Das Segment Deutschland trug 388,9 Mio. Euro zum Konzernumsatz bei. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erhielten die Aktionäre eine Ausgleichszahlung von 17,06 Euro (netto) je Aktie.

Bei der Hauptversammlung im Ziegelbacher Dorfstadel wurde in diesem Jahr turnusgemäß der Aufsichtsrat neu gewählt. Michel Giannuzzi als Vorsitzender sowie Didier Fontaine, Denis Michel, Alice Mouty und Dr. Anne-Marie Peter als weitere Mitglieder wurden dabei in ihrem Amt bestätigt. Für den ausgeschiedenen Eric Placidet wurde Yves Merel in das Gremium gewählt. Bis auf Frau Dr. Peter sind die Aufsichtsräte in Führungspositionen der Verallia Gruppe tätig. Zuvor hatte bereits im April die Belegschaft der Verallia Deutschland AG bei entsprechenden Wahlen die Aufsichtsratsmandate der Arbeitnehmervertreter Dieter Müller, Manfred Griesar sowie Michael Schneider um weitere fünf Jahre verlängert.

Verkündet wurde bei der diesjährigen Hauptversammlung eine weitere Personalie: Personalvorstand Thomas Beyer wird im September 2019 nach 18-jähriger Tätigkeit in Ruhestand gehen. Auf den 68-Jährigen folgt Joachim Böttiger, der seit Oktober 2017 als Unternehmensjurist für die Verallia Deutschland AG tätig ist. Damit sind dann im Vorstand die Positionen Personal, Vertrieb (Karsten Fuchs, seit Dezember 2018) und Finanzen (Sebastian Kopsch, seit Juni 2018) neu besetzt, neben Technikvorstand Roland Unfried sowie Hugues Denissel als Vorstandsvorsitzendem, dessen Vertrag kürzlich um 2 Jahre verlängert wurde. 

Aufsichtsrat und Vorstand wurden bei der Versammlung erwartungsgemäß nahezu einstimmig entlastet, wie Versammlungsleiterin Dr. Anne-Marie Peter verkünden konnte. In seiner Rede hatte Hugues Denissel zuvor auf den Imagegewinn von Glas unter anderem im Mineralwassersegment hingewiesen. Auch in den Bereichen Bier, Wein und Lebensmittel konnte der Absatz gesteigert werden. Mengenmäßig zugelegt haben auch die osteuropäischen Konzerngesellschaften. „Insgesamt ist die Situation dort nach wie vor sehr komplex“, betonte der Vorstandsvorsitzende jedoch auch. 

Als „Symbol für eine starke Allianz für Glas“ bezeichnete Hugues Denissel, dass seit kurzem ein einheitliches Herstellerzeichen auf alle Flaschen und Gläser der gesamten Verallia Gruppe geprägt wird. Am unteren Rand der Gebinde ist nicht mehr das bisherige „O“ zu sehen, das einst für „Oberland“ stand. Stattdessen ist dort nun ein „V“ zu sehen, für „Verallia“, mit einem „D“ für Deutschland dahinter. „Ich weiß, dass das von einigen hier in der Region mit einem weinenden und einem lachenden Auge gesehen wird“, so Denissel. Zugleich zeigte er sich erfreut über das Erkennungszeichen eines weltweiten Teams.

Positiv gestimmt zeigte sich Denissel auch bei seinem Ausblick. „Glas liegt bei den gegenwärtigen Mega-Trends wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, Umweltfreundlichkeit, Geschmack vorn“, so Hugues Denissel. „Diesen Trend bedienen zu können, bleibt eine Herausforderung!“ Der Vorstand geht von einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten aus. Bei Umsatz und Ergebnis erwartet er nochmals eine Steigerung. 

Der Geschäftsbericht wurde in diesem Jahr erstmals nur digital veröffentlicht. Zusätzlich konnten sich die Aktionärinnen und Aktionäre in einer gedruckten Ausgabe des „Corporate Social Responsibility“-Berichts über die nicht-finanziellen Aktivitäten der gesamten Verallia Gruppe informieren.