Umsatz stabil, Operatives Ergebnis über Vorjahr

Die Saint-Gobain Oberland AG, die unter dem Markennamen Verallia auftritt, verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2014 einen Konzernumsatz von 259,2 Mio. Euro. Dieser blieb mit einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum relativ konstant. Der Umsatz in Deutschland stieg um 2,5 Prozent von 200,0 Mio. Euro auf 205,0 Mio. Euro. Die Marktverhältnisse in Osteuropa sind nach wie vor herausfordernd. Währungsbedingt sanken sowohl in Russland als auch in der Ukraine die Umsätze in Euro um 6,8 Prozent auf 35,9 Mio. Euro bzw. um 1,6 Prozent auf 18,3 Mio. Euro. In beiden Ländern konnten mengenmäßig sogar jeweils deutliche Steigerungen erzielt werden.

Bis auf den Cashflow aus operativer Tätigkeit liegen sämtliche wichtigen, aktiv beeinflussbaren Ergebnis- und Ertragskennzahlen über Vorjahresniveau, zum Teil sogar deutlich. Besonders erfreulich ist, dass dieser Trend durchgängig für alle geographischen Segmente gilt. Nicht beeinflussbar waren die negativen Wechselkurseffekte in Osteuropa, die trotz operativer Verbesserungen zu einem schlechteren Gesamtergebnis führten.

Der Behälterglasmarkt konnte sich im ersten Halbjahr mit einem Plus von 3,5% im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres positiv entwickeln. Im Wesentlichen wird dies im Inland mit +4,3% durch ein langes, mildes Frühjahr getragen, während der Export immerhin um +1,3% zulegen konnte. Grundsätzlich sind in den einzelnen Produktsegmenten keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zu 2013 erkennbar.

Im Gegensatz zur positiven Gesamtentwicklung besteht nach wie vor ein erheblicher Wettbewerbsdruck in den einzelnen Getränkesegmenten unserer Kunden. Gleichzeitig geht der Trend zu Individualisierung weiter voran, an dem wir durch innovative Kundenlösungen partizipieren können.

In Russland beeinflussen die politischen Unruhen die Konjunktur und Marktbedingungen und somit das tägliche Leben. In 2014 setzt sich bislang der in 2013 eingetretene Trend einer rückläufigen Produktion von allen alkoholhaltigen Getränken fort. Die Wodka-Produktion sank um 15,4%. Die Bierproduktion ging um 3,4% zurück, was einige internationale Brauereien dazu veranlasst (hat) ihre Fabriken zu schließen. Im Bereich Wein und Weinbrand beträgt der Rückgang 15,0% im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen konnte die Agrarwirtschaft in der Ukraine, trotz Beeinträchtigungen durch die Unruhen, schwierigen Finanzierungsbedingungen und steigenden Produktionskosten, ein Wachstum von 5,0% verzeichnen. Durch günstige Wetterbedingungen wird mit guten Ernteergebnissen gerechnet, was einen entsprechenden Bedarf an Gläsern mit sich bringt.

Das Operative Ergebnis des Oberland Konzerns stieg um 41,8 Prozent von 12,2 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro im Berichtshalbjahr. Bei den Umsatzkosten ermöglichten vor allem günstigere Energiepreise Einsparungen in Höhe von 3,0 Mio. Euro. Sämtliche übrigen Kostenpositionen weisen nur geringe Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr auf.

Dem höheren Konzernergebnis wirken negative Währungseffekte entgegen, welche sich um 8,4 Mio. Euro schlechter als im Vorjahr darstellen. Daher liegt das Gesamtergebnis mit -7,7 Mio. Euro insgesamt 3,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von -4,0 Mio. Euro.

Die Saint-Gobain Oberland AG hat ihre Ausrichtung auf nachhaltige Ertragssicherung und qualitativ hochwertige Produkte auch in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres aufrechterhalten und sieht sich in der Fokussierung auf Innovation, Service und Qualität insgesamt bestä­tigt.

Für das Gesamtjahr 2014 gehen wir beim Umsatz verglichen mit 2013 weiterhin von einer Verbesserung aus. Insgesamt dürfte diese im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Je nach weiterer Entwicklung der Wechselkurse von Griwna und Rubel könnte diese jedoch entgegen der Prognose aus dem Geschäftsbericht 2013 unter 5% liegen. Beim Operativen Ergebnis ist eine Steigerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich trotzdem nach wie vor realistisch.

Die Saint-Gobain Oberland AG geht davon aus, die positiven Tendenzen auch im zweiten Halbjahr zu bestätigen. Derzeit noch nicht absehbar ist allerdings die weitere Entwicklung der politischen Situation in der Ukraine und Russland. Entsprechend sind daraus resultierende negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betroffenen Konzernunternehmen nicht auszuschließen.